Schauspiel, Improvisation, Teamarbeit
Theaterfreizeit der Theater-AG des Sickingen-Gymnasiums - von Laila Nekel, Klasse 10b. — 19.03.2026
Vom 5. bis zum 7. März 2026 fand die Theaterfreizeit unserer Theater-AG des Sickingen-Gymnasiums in der Jugendherberge in Saarbrücken statt. Drei Tage lang beschäftigten wir uns intensiv mit Schauspiel, Improvisation, Teamarbeit und der Vorbereitung auf unser nächstes Theaterstück. Begleitet wurden wir dabei von unseren AG-Leitern Herrn Roschy und Frau Preis. Außerdem unterstützte uns die Theaterpädagogin und Berufsschauspielerin Jessica Schultheis am Donnerstag und Samstag mit verschiedenen Übungen und Work-shops. Die Freizeit war nicht nur sehr lehrreich, sondern hat auch unseren Zusammenhalt als Gruppe deutlich gestärkt.
Donnerstag – Ankommen und erste Schauspielübungen
Am Donnerstag kamen wir zunächst an unserer Unterkunft an und wurden auf die Zimmer aufgeteilt. Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, starteten wir auch schon mit dem ersten Warm-up, um locker zu werden und uns auf das Schauspiel einzustimmen. Danach machten wir eine besondere Übung: Wir sollten eine kleine Szene spielen, durften dabei aber nur Fantasiewörter (Gromolo) benutzen. Dadurch konnten wir uns nicht auf richtige Sprache verlassen und mussten stärker mit Mimik und Gestik arbeiten, um Emotionen und Inhalte zu vermitteln. Das war am Anfang etwas ungewohnt, aber auch sehr lustig.
Anschließend lernten wir Jessica Schultheis kennen. In einer kurzen Runde stellte sich jeder vor und wir konnten auch unsere Erwartungen an die Theaterfreizeit äußern. Danach folgten weitere Aufwärmspiele, die gleichzeitig unsere Teamarbeit stärkten. Besonders spannend war eine Übung, bei der wir uns intensiver mit dem Spielen von Emotionen beschäftigten. Dabei ging es darum, Gefühle bewusst darzustellen und auch schnell zwischen verschiedenen Emotionen wechseln zu können.
Nach der Mittagspause bezogen wir unsere Zimmer richtig und trafen uns anschließend wie-der für den nächsten Programmpunkt. Jessica zeigte uns eine Übung mit sogenannten Standbildern. Dabei sollten wir gemeinsam einen Raum darstellen, indem einige von uns Möbel oder Gegenstände spielten. Eine andere Person durfte diesen Raum dann „bespielen“. Die „Möbel“ durften außerdem Geräusche machen, die zu bestimmten Emotionen passten. Dadurch entstand eine sehr kreative Atmosphäre. Später arbeiteten wir selbstständig in Zweiergruppen und entwickelten kurze Szenen, die wir anschließend vor der Gruppe präsen-tierten. Danach bekamen wir Feedback von Jessica sowie von den anderen aus der AG. Das half uns sehr, unsere Darstellung zu verbessern und neue Ideen zu bekommen. Am Ende des Tages machten wir eine Abschlussrunde, in der wir kurz reflektierten, was wir gelernt hatten.
Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit. Viele von uns trafen sich noch gemeinsam, spiel-ten Spiele wie „Werwolf“ oder unterhielten sich einfach. So konnten wir den ersten Tag entspannt ausklingen lassen.
Freitag – Proben und Rollenverteilung
Am Freitag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag. Da Jessica an die-sem Tag nicht dabei war, arbeiteten wir hauptsächlich selbstständig unter der Betreuung von Herrn Roschy und Frau Preis. Nach einem kurzen Warm-up wurden wir in vier Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekam eine Szene aus unserem nächsten Theaterstück, die wir vorbereiten sollten. Dabei konnten wir verschiedene Rollen ausprobieren und herausfinden, welche Figuren uns besonders interessieren. Bis zum Nachmittag hatten wir Zeit, unsere Szenen zu proben und auszuprobieren. Dabei entstanden viele unterschiedliche Interpretationen der Figuren und Situationen, was sehr spannend war.
Am Nachmittag machten wir noch eine weitere kreative Übung: In jeder Gruppe waren alle bis auf eine Person Gegenstände. Diese Gegenstände bildeten gemeinsam eine Szene mit einer bestimmten Aufgabe. Zum Beispiel sollte sich ein Gegenstand in einen anderen „ver-lieben“. Dadurch mussten wir sehr fantasievoll spielen. Außerdem machten wir eine Übung mit Requisiten. Dabei sollten wir einen Koffer als Requisit benutzen und ihn passend zu ver-schiedenen Emotionen oder Aufgaben bespielen. So konnten wir lernen, wie wichtig Gegen-stände auf der Bühne sein können und wie man sie kreativ in eine Szene einbindet.
Nach dem Abendessen stand ein wichtiger Programmpunkt an: die Besetzung unseres nächsten Theaterstücks. Damit wir diese Entscheidung möglichst fair treffen konnten, verlie-ßen Herr Roschy und Frau Preis den Raum und gaben uns bewusst Freiraum. Zuerst schrieb jede Person auf, welche Rolle sie am liebsten spielen möchte – mit einem ersten, zweiten und dritten Wunsch. Wenn mehrere Personen dieselbe Rolle wollten, wurden diese kurz aus dem Raum geschickt, während wir gemeinsam darüber diskutierten, wie wir die Rollen am besten verteilen können. Dadurch konnten wir mögliche Konflikte vermeiden. Am Ende wurden alle Rollen vergeben und wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Auch am Freitagabend verbrachten wir unsere Freizeit wieder gemeinsam mit Spielen und Gesprächen.
Samstag – Teamwork und Improvisation
Am Samstagmorgen packten wir zuerst unsere Koffer und räumten die Zimmer, da wir später abreisen würden. Danach begann der letzte Workshoptag mit einem Warm-up zusammen mit Jessica Schultheis. Anschließend präsentierten wir die Szenen, die wir am Freitag vorbereitet hatten. Danach bekamen wir Feedback und Tipps, wie wir unsere Darstellung noch verbessern können.
Später gingen wir nach draußen, um verschiedene Teamwork-Übungen zu machen. Eine Aufgabe bestand darin, dass eine Person die Augen geschlossen hatte und von einer anderen geführt wurde. Dabei war Vertrauen besonders wichtig. In einer anderen Übung hielten wir gemeinsam Stöcke fest und mussten durch kleine Impulse versuchen, uns als Gruppe zu bewegen, ohne dass der Kontakt verloren ging.
Wieder drinnen folgten Improvisationsübungen. Dabei wurden jeweils sechs Personen vor die Tür geschickt. Währenddessen entschied der Rest der Gruppe einen bestimmten Ort, zum Beispiel ein Kino oder einen Bus. Wenn die sechs Personen wieder hereinkamen, mussten sie diesen Raum ohne vorherige Absprache gemeinsam darstellen. Dadurch entstanden viele lustige und kreative Szenen. Außerdem beschäftigten wir uns mit den sogenannten Raumebenen und dem Status. Dabei ging es darum, welche Wirkung die Position von Personen auf der Bühne hat. Besonders interessant war eine Übung zu höher und niedriger gestellten Figuren. Wir probierten aus, wie sich Statusunterschiede durch Körperhaltung, Mimik und Gestik darstellen lassen und wie man sogar eine scheinbar höher gestellte Person übertrumpfen kann. Zum Abschluss machten wir eine letzte Runde mit Jessica, in der wir über die drei Tage sprachen und reflektierten, was wir gelernt haben. Danach packten wir die restlichen Sachen zusammen, halfen beim Aufräumen und machten uns auf den Weg zurück nach Landstuhl.
Die Theaterfreizeit war für uns alle eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir haben nicht nur viel über Schauspiel, Emotionen und Improvisation gelernt, sondern auch als Gruppe besser zusammengefunden. Besonders die Arbeit mit Jessica Schultheis hat uns viele neue Einbli-cke in das Theaterspielen gegeben. Gleichzeitig konnten wir wichtige Vorbereitungen für unser nächstes Theaterstück treffen. Insgesamt waren es drei intensive, aber auch sehr schöne Tage, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden.
