Das Logo des Sickingen-Gymnasiums. Dunkelblaues Quadrat mit weißem Schriftzug des Schulnamens in der linken oberen Ecke. Silhouette der Burg Nanstein im Anschnitt unten rechts.

Jugend präsentiert: Luzia Schmalbach qualifiziert sich für das Bundesfinale in Berlin

Herausragender Erfolg beim Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend präsentiert" 2026 — 29.04.2026

Viele wertvolle Erfahrungen an einem besonderen Tag

von Luzia Schmalbach

Anreise und Empfang
Die Anreise zum Heinrich-Heine-Gymnasium war ab 12 Uhr möglich. Dort angekommen wurden wir zunächst vom Jugendpräsentiert-Team freundlich empfangen und eingewiesen. Wir erhielten ein Willkommens-Geschenk und das Namensschild für die kommenden zwei Tage. Zudem war die Einwahl zum Rahmenprogramm möglich – hier habe ich mich für das Lehrgebiet zum Thema Bioverfahrenstechnik (BioVT) entschieden. Des Weiteren wurden auch noch Workshops in den Lehrgebieten Maschinenelemente und Getriebstechnik (MEGT) und Mechanische Verfahrenstechnik (MVT) angeboten.
Nachdem wir unser Gepäck in einem Nebenraum abgestellt hatten, war die Mensa bis 13 Uhr zum Mittagessen geöffnet. Hier ergab sich bereits die erste Gelegenheit andere Teilnehmer kennenzulernen.
Um 13.30 versammelten sich alle in der Aula. Die Betreuerin Anna schilderte uns den Tagesablauf und es wurden Kennen-lern-spiele gespielt. Nach diesen hatte man einen groben Überblick über die Namen der Personen und hatte bereits einige Freunde gefunden.

Rahmenprogramm
Punkt 14:45 Uhr versammelten wir uns als Gruppe im Foyer der Schule und gingen gemeinsam zur RPTU-Kaiserslautern, an der das Rahmenprogramm stattfand.
Beim Lehrgebiet BioVT drehte sich alles um die bunte Welt der Algen und Cyanobakterien. Gemeinsam bauten wir einen Photobioreaktor zur Kultivierung von Mikroalgen zusammen und führten Versuche zum nachweis der Photosynthese durch. Hierfür immobilisierten wir die Algen zuerst in sogenannte „Algenbubbles“. Diese wurden dann in ein Gefäß gegeben, in dem sich destilliertes Wasser und Hydrogencarbonat-Indikator befanden. Bei Beleuchten des Gemischs, färbten die Algen den CO2-Indikator innerhalb kurzer Zeit von Gelb zu Lila und lieferten so den Beweis für die Photosyntheseaktivität.
Im zweiten Teil des Rahmenprogramms, lernten wir verschiedene Algenarten wie die Dulse, Chlorella und Spirulina kennen und extrahierten deren Farbstoffe mit unterschiedlichen Lösemitteln. Mittels photometrischer Messungen lies sich anschließend bestimmen, welche Photopigmente sich in den Algen und Cyanobakterien befinden.

Abendprogramm
Nach dem Rahmenprogramm aßen wir gemeinsam an der Schule zu Abend und begaben uns auf den Weg zu unserer Unterkunft – dem Best-Western-Hotel. Viel Zeit zum Entspannen war allerdings nicht, da es sofort mit dem nächsten Programmpunkt weiterging. In diesem hatten wir nochmal die Möglichkeit, Fragen zu unseren Präsentationen zu stellen und gegebenenfalls etwas abzuändern. Außerdem wurden die Präsentations-Uhrzeiten für den nächsten Tag bekannt gegeben. Zum Abschluss des Tages war es uns freigestellt, ob wir noch an einem Spieleabend teilnehmen möchten. Hier wurde nochmal der Zusammenhalt gestärkt und wir hatten viel Spaß.

Präsentations-Tag
Am nächsten Tag stieg die Anspannung. Nach dem Frühstück gingen wir zurück ins Heinrich-Heine-Gymnasium und wurden von der Schulleiterin begrüßt. Danach fanden dann die Präsentations-Trainings statt, in denen wir einiges über das Präsentieren, die Körpersprache und Regulations-Techniken bei Aufregung lernten. Im Anschluss war es uns dann freigestellt, was wir bis zu unseren Präsentationen machten.
Gemeinsam mit meinen neuen Freunden gingen wir nochmal unsere Präsentationen durch und gaben uns gegenseitig Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge.

Präsentation
Die Präsentation musste dann vor einer dreiköpfigen Jury gehalten werden, welche das Augenmerk auf Darstellungsvermögen, Adressatenorientierung und Sachkenntnisse setzte. Direkt im Anschluss zur Präsentation, erhielten wir persönliches Feedback, sodass wir unsere Präsentations-Kompetenzen weiter verbessern können.
Nach dem Halten der Präsentation, spielten wir dann gemeinsam Karten, gingen Spazieren oder unterstützte die, die noch nicht präsentiert hatten.

Abschlussveranstaltung
Als jeder seine Präsentation gehalten hatte, fieberten alle der Abschlussveranstaltung entgegen. Diese wurde von Live-Musik begleitet und der Mathematik Professor Dr. Sven O. Krumke hielt eine spannende Präsentation zur Fragestellung: „Hättest du das nicht früher sagen können?“.
Nach langem warten wurden endlich die Sieger- und Siegerinnenfür das Bundesfinale bekannt gegeben und somit die Veranstaltung beendet.

Fazit
Das Länderfinale von Jugend präsentiert war für mich eine einzigartige Gelegenheit, meine Präsentationsfähigkeiten zu verbessern und neue Freundschaften zu schließen.
Ich weiß jetzt, wie ich mich richtig auf eine Präsentation vorbereite, mein Präsentations-Thema spannend rüberbringe und was ich bei Aufregung vor eine Präsentation machen kann.
Ich würde jedem die Teilnahme an Jugend präsentiert empfehlen, der seine Präsentationskompetenz verbessern und über seine Grenzen hinauswachsen möchte!

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Pressemitteilung des Veranstalters

Landstuhl, 25. April 2026:
Mit ihrer Präsentation zum Thema „Warum ist die Muskelstarre nach dem Tod ein sicheres Todeszeichen?“, hat Luzia Schmalbach aus der 11. Klasse des Sickingen-Gymnasiums beim Länderfinale von „Jugend präsentiert“ am 25. April am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern überzeugt und sich damit für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert. Als besondere Auszeichnung gewinnt die Schülerin zudem die Teilnahme an der Präsentationsakademie, einem mehrtägigen Präsentationstraining mit professionellen Rhetoriktrainerinnen und -trainern von der Forschungsstelle Präsentationskompetenz der Universität Tübingen. Die Aufgabe im Länderfinale bestand darin, ein selbst gewähltes Thema aus den MINT-Fächern in sechs Minuten mithilfe digitaler Präsentationsfolien zu präsentieren. Das Bundesfinale findet am 27. September 2026 statt.
Insgesamt 120 Finalistinnen und Finalisten ziehen in das Bundesfinale ein, davon 14 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland. Bundesweit sowie an Deutschen Auslandsschulen hatten sich in diesem Jahr über 9.500 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb beteiligt, rund 430 von ihnen erreichten ein Länderfinale.

Großes Lob für die Teilnehmenden und Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten
Prof. Dr. Sven O. Krumke aus dem Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Kaiserslautern bereicherte die Veranstaltung mit seiner Keynote „Hättest du das nicht früher sagen können?“, in der er den Teilnehmenden Einblicke in seine wissenschaftliche Arbeit gab.

Coachings zur Stärkung der Präsentationskompetenz für Schule und Zukunft
„Bei ‘Jugend präsentiert’ lernen Schülerinnen und Schüler, komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich zu präsentieren und ihre rhetorischen Fähigkeiten zu stärken. Das ist eine wertvolle Kompetenz, die weit über die Schulzeit hinaus relevant bleibt”, sagt Christian Kleinert, Geschäftsführer von „Jugend präsentiert”.
Bereits während der Länderfinale erhalten die Teilnehmenden individuelle Coachings von Rhetoriktrainerinnen und -trainern, um ihre Präsentationsfähigkeiten weiter auszubauen. In diesem Jahr übernahmen erstmals auch ehemalige Teilnehmende des Wettbewerbs diese Coachings. Als Teil des Programms für Ehemalige hatten sie zuvor an einem „Train-the-Trainer“ Programm teilgenommen, um sich für diese Aufgabe zu qualifizieren.

Bewertung der Präsentationen nach drei Kriterien
Für die Qualifikation zum Länderfinale reichten die Schülerinnen und Schüler zunächst ein Video ihrer Präsentation oder ein Erklärvideo ein. Alternativ konnten sie sich über einen Schulwettbewerb qualifizieren, den Schulen eigenständig durchführen können. Im gesamten Wettbewerb bewertet eine Jury, die aus Rhetorikexpertinnen und -experten, Lehrkräften, Ehemaligen des Wettbewerbs sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besteht. Dabei spielen die Art der Darstellung eine zentrale Rolle, also etwa der Einsatz von Körpersprache und Stimme sowie die Gestaltung der Präsentationsfolien. Zudem sind die sachliche Richtigkeit und eine adressatengerechte Darstellung des Themas ein wichtiges Kriterium.

Bilder: © Jugend präsentiert & Luzia Schmalbach