Partielle Sonnenfinsternis über Obernheim-Kirchenarnbach
Physikleistungskurs MSS13 bei Frau Nikolaus beobachtet das Himmelsereignis — 21.08.2026
Beginn der Sonnenfinsternis und zunehmende Bedeckung
Am Abend des 12. August 2026 traf sich gegen 19 Uhr der Physikleistungskurs der 13. Klasse des Sickingen-Gymnasiums gemeinsam mit Frau Nikolaus auf einem Feldweg bei Obernheim-Kirchenarnbach, um dort die partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Mit Stühlen und Snacks ausgestattet machte es sich der Kurs auf dem Feldweg gemütlich, von dem aus man eine freie Sicht auf die tief stehende Sonne hatte.
Bevor die Sonnenfinsternis richtig zu sehen war, verteilte Frau Nikolaus spezielle Sonnenfinsternisbrillen, da man bei einer partiellen Sonnenfinsternis auf keinen Fall ungeschützt direkt in die Sonne schauen sollte. Die Brillen besitzen sehr starke Filter, die nur einen winzigen Teil des Sonnenlichts durchlassen und die Augen so vor der intensiven Strahlung schützen. Das ist besonders wichtig, weil die Linse des Auges das einfallende Licht auf der Netzhaut bündelt. Vor allem sichtbares Licht und nahe Infrarotstrahlung können bis zur Netzhaut gelangen und sie bei einem direkten Blick in die Sonne dauerhaft schädigen.
Fororeihe: Zunahme - nahezu maximale Bedeckung - abnehmende Bedeckung
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne befindet und sein Schatten auf die Erde fällt. Obwohl der Mond viel kleiner als die Sonne ist, ist er der Erde auch viel näher, weshalb beide von hier aus ungefähr gleich groß am Himmel erscheinen. Je nachdem, in welchem Bereich des Mondschattens man sich befindet, wird die Sonne ganz oder nur teilweise verdeckt. In Obernheim-Kirchenarnbach war nur ein Teil der Sonne bedeckt, weshalb dort eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen war. Dass eine Sonnenfinsternis nicht bei jedem Neumond entsteht, liegt daran, dass die Umlaufbahn des Mondes gegenüber der Erdbahn um die Sonne leicht geneigt ist. Meistens zieht der Mond deshalb von der Erde aus gesehen oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei.
Mit den Schutzbrillen konnte anschließend gut verfolgt werden, wie sich der Mond langsam vor die Sonne schob. Zu Beginn wirkte die Sonne nur leicht „angebissen“, danach wurde ein immer größerer Teil von ihr verdeckt. Gegen 20:15 Uhr war die Bedeckung in der Region am stärksten, sodass nur noch eine schmale, sichelförmige Fläche der Sonne sichtbar war. Danach bewegte sich der Mond weiter und gab nach und nach wieder mehr von der Sonne frei. Gleichzeitig stand die Sonne bereits sehr tief am Horizont und ging langsam unter, sodass die letzten sichtbaren Phasen der Sonnenfinsternis zusammen mit dem Sonnenuntergang beobachtet werden konnten. Als die Sonne schließlich vollständig untergegangen war, blieb der Physikleistungskurs noch kurz zusammen und machte sich anschließend auf den Heimweg.
Johannes Schellhorn, MSS 13
