Das Logo des Sickingen-Gymnasiums. Dunkelblaues Quadrat mit weißem Schriftzug des Schulnamens in der linken oberen Ecke. Silhouette der Burg Nanstein im Anschnitt unten rechts.

Fotosynthese praktisch untersucht

Ein Versuch im Bio Grundkurs – von Timea Roschel — 28.08.2026

1. Einfluss des Lichtes
Die erste Gruppe untersuchte, ob die Fotosynthese von der Lichtintensität abhängig ist. Dafür wurde die Wasserpflanze zuerst in einen abgedunkelten Karton gestellt. Nach einer kurzen Wartezeit wurden jeweils eine Minute lang die entstehenden Sauerstoffbläschen gezählt. Anschließend wurde die Lichtintensität schrittweise erhöht und die Durchführung wiederholt. Zum Schluss wurde die Pflanze zusätzlich mit Lampen beleuchtet. Wir konnten dabei deutlich erkennen, dass mit zunehmender Lichtintensität auch die Anzahl der Sauerstoffbläschen zunahm. Allerdings konnten wir auch feststellen, dass die Bläschen irgendwann nicht mehr geworden sind. Daraus konnten wir dann schließen, dass Licht zwar für die Fotosynthese notwendig ist, eine höhere Lichtintensität aber ab einem bestimmten Punkt keinen größeren Effekt mehr hat.

2. Einfluss von CO²
Eine weitere Gruppe hat sich mit der Frage, wie die Fotosynthese von der Kohlenstoffdioxid-Menge abhängig ist, beschäftigt. Dafür wurden drei verschiedene Wasserproben miteinander verglichen: destilliertes Wasser (ohne CO2), Leitungswasser und Sprudelwasser (viel CO2). Auch hier zählten wir jeweils eine Minute lang die Sauerstoffbläschen. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen den verschiedenen Wasserproben. Je mehr CO2 zur Verfügung stand, desto mehr Bläschen konnten beobachtet werden. Damit wurde also sehr deutlich, dass CO2 ein wichtiger Ausgangsstoff der Fotosynthese ist. Steht der Pflanze mehr Kohlenstoffdioxid zur Verfügung, kann sie unter geeigneten Bedingungen auch stärker Fotosynthese betreiben

3. Einfluss der Temperatur
Die dritte Gruppe untersuchte den Einfluss der Temperatur auf die Fotosynthese. Dafür wurde das Wasser zunächst mit Eiswürfeln stark abgekühlt. Die Temperatur lag dabei ungefähr bei 5 Grad. Das Wasser wurde dann schrittweise bis ca. 50°C erwärmt. Bei niedrigen Temperaturen konnte man keine Sauerstoffbläschen beobachten. Mit steigender Temperatur nahm die Fotosynthese zunächst zu. Bei ca. 50 Grad kam die Fotosynthese aber wieder zu einem Stillstand, da wichtige Enzyme der Pflanze denaturieren und die Fotosynthese nicht mehr ablaufen kann. Interessant war, dass zwei Teilgruppen den Versuch in unterschiedlicher Reihenfolge durchgeführt haben: eine Gruppe hat mit den niedrigen Temperaturen begonnen und die andere mit den höheren. Die Gruppe, die mit dem heißen Wasser gestartet hatte, beobachtete erheblich weniger Sauerstoffbläschen. Wir vermuten, dass die Pflanze beim diesem Schritt aufgrund der hohen Temperatur geschädigt wurde, sodass sie danach keine Fotosynthese mehr betreiben konnte.
Durch die Versuche konnten wir die Fotosynthese direkt beobachten. Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass diese von mehreren Faktoren abhängt. Licht und CO2 sind wichtige Voraussetzungen für die Fotosynthese, während die Temperatur beeinflusst, wie gut die beteiligten Enzyme arbeiten können.